Erkältung, Grippe, oder grippaler Infekt?

Mit einem Kratzen im Hals fängt es meist an, wir fühlen uns müde und abgeschlagen. Mehrmals im Jahr kann uns eine Erkältung plagen. Dazu gehören die typischen Beschwerden wie Kratzen im Hals, verstopfte Nase, erhöhte Körpertemperatur, Kopf- und Gliederschmerzen, Husten und Niesen.

 

Eine Erkältung kündigt sich meist an und gehört zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt. Rechtzeitig eingenommene Medikamente und Zubereitungen können den Ausbruch verhindern oder abmildern. Ob Erkältung oder grippaler Infekt (was das Gleiche bedeutet) – bezeichnet im Allgemeinen eine Viruserkrankung, die sehr leicht übertragbar ist. Es gibt fast 200 verschiedene Erkältungsviren, so dass wir auch kurz hintereinander erneut erkältet sein können. Die Erreger sind vielfältig und eine Impfung dagegen ist nicht möglich. Mit jeder Erkrankung lernt unsere Abwehr aber dazu und kann somit spätere Krankheitserreger besser bewältigen. Eine gestärkte Abwehr hilft
dabei, möglichst selten mit Erkältungskrankheiten zu tun zu haben.

 

Eine stabile Körpertemperatur ermöglicht einen gesunden Ablauf der Körperfunktionen. Gelangt die Kälte tief in den Nasen-Rachen-Raum und reicht dort die innere Wärme nicht aus, um die Schleimhäute davor zu schützen, können die Krankheitserreger leicht eindringen. Eine Erkältung kann somit als Verletzung des Wärmeorganismus verstanden werden. Achten Sie also auch auf warme Kleidung – besonders die Füße sollten immer warm sein.

Die Phasen einer Erkältung

Ein Kratzen oder leichte Schmerzen im Hals sind meist die ersten Anzeichen einer Erkältung. Weitere typische Symptome wie Schnupfen, Husten, Kopf- und Glieder- schmerzen und ein allgemeines Krankheitsgefühl kommen erst im späteren Verlauf der Erkältung hinzu. Die Dauer einer Erkältung kann variieren. Sie dauert meist 5–10 Tage. 

Man sagt: 3 Tage kommt eine Erkältung, 3 Tage bleibt sie und 3 Tage geht sie.

Vorbeugung

TEE TRINKEN
Besonders geeignet sind Teesorten wie Ingwer-, Holunder- oder Lindenblütentee, die das Immunsystem anregen.

 

VITAMIN C
Nehmen Sie ausreichend Vitamin C in Kombination mit Zink zu sich.

 

HÄNDE WASCHEN
Waschen Sie regelmäßig und mind. 30. Sek. Ihre Hände. Verwenden Sie zur Erkältungszeit zusätzlich ggf. ein Handdesinfektionsmittel.

 

WECHSELDUSCHEN
Warm-kalte Wechselduschen und regelmäßige Saunabesuche beleben und aktivieren das Immunsystem.

 

FUSSBAD
Regelmäßige heiße Fußbäder können Infekte verhindern, weil sie den ganzen Körper durchwärmen und die Durchblutung der oberen Atemwege anregen.

 

KLEIDUNG
Tragen Sie den Temperaturen angemessene Kleidung, damit Ihr Wärmeorganismus nicht auskühlt.

 

BEWEGUNG
Regelmäßiger Sport (den Lebensumständen entsprechend) und Bewegung an der frischen Luft steigert die Immunabwehr.

 

SCHLAF- UND ENTSPANNUNG
Schlafen Sie ausreichend, gönnen Sie sich Ruhe- und Erholungsphasen und vermeiden Sie Stress, denn dies verringert das Risiko einer Erkältung.

 

LUFTFEUCHTIGKEIT
Vermeiden Sie trockene Heizungsluft und lüften Sie ausreichend. Befeuchten Sie Ihre Nasenschleimhaut ggf. mit Meerwasser-Nasenspray.

Wie gefährlich kann eine Erkältung werden?

Zwar müssen wir nicht wegen jeder Erkältung zum Arzt gehen, trotzdem sollte auch die »normale« Erkältung immer ernst genommen und gut auskuriert werden.

 

Eine Erkältung, die nicht vollständig auskuriert wird, kann ernsthafte, gesundheitliche Komplikationen zur Folge haben: Es kann z. B. zu einer sogenannten »bakteriellen Superinfektion« kommen. Die Abwehrmechanismen des Körpers sind bereits geschwächt, Bakterien fällt es leichter, das betroffene Gewebe erneut zu infizieren. Der Begriff »super« betont, dass der bakterielle Infekt den Körper zusätzlich zu den Erkältungsviren belastet.

Mögliche Komplikationen einer Erkältung

NASENNEBENHÖHLENENTZÜNDUNG (SINUSITIS)
Wenn Sie unter einem hartnäckigen Schnupfen, einer ständig verstopften Nase und eitrigem, gelb-grünem Sekret leiden, dann spricht viel für eine Nasennebenhöhlenentzündung. Sollten noch ein Druckgefühl oder Schmerzen unter den Augen und an der Stirn hinzukommen und sich diese Gefühle beim Bücken verstärken, ist die Diagnose »Sinusitis« sehr wahrscheinlich.

BRONCHITIS
Bei einer Bronchitis sind Teile der Atemwege entzündet, häufig durch Bakterien. Anzeichen dafür sind eitriger, grün-gelblicher Auswurf beim Husten, Fieber und eine erschwerte Atmung.


LUNGENENTZÜNDUNG
Neben Schmerzen in der Brust dominieren bei Lungenentzündungen zudem plötzlich auftretendes hohes Fieber, Schüttelfrost und ein starkes Krankheitsgefühl mit Kopf- und Gliederschmerzen.


HERZMUSKELENTZÜNDUNG
Eine seltene aber gefürchtete Spätkomplikation von Erkältungskrankheiten ist die Herzmuskelentzündung, die sich durch plötzlich einsetzende massive Schwäche und Schmerzen in der Brust bemerkbar macht und unbehandelt tödlich verlaufen kann.

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